"Wir sind Gamze Kubaşık und Semiya Şimşek. Hier erzählen wir unsere Geschichte ..."

Wir waren Teenager als unsere Väter von der rechtsextremen Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" - NSU - ermordet wurden. Unser gemeinsames Schicksal hat uns zu ganz besonderen Freundinnen gemacht. Davon erzählt unser  Buch "Unser Schmerz ist unsere Kraft". Wir freuen uns, dass ihr mehr über uns und unsere Geschichte erfahren wollt. 

In Erinnerung an unsere Väter: Mehmet Kubaşık. Enver Şimşek.

Und alle Opfer des NSU.

Aktuell: Deutscher Hörbuchpreis!

Wir freuen uns sehr! Unser Hörbuch zum Buch hat den Deutschen Hörbuchpreis 2026 gewonnen - in der Kategorie: Das besondere Hörbuch. Die Jury schreibt: "Dieses Hörbuch MUSSTE gewinnen. Weil es wichtig ist. Weil es dem rechten Auge die Sehkraft wiedergibt. Weil es den Finger in die Wunde des Staatsversagens legt. (...) Weil die Hörenden dabei sind, wie auf dem Boden unermesslichen Schmerzes eine Seelenfreundschaft wächst."

„Unser Schmerz ist unsere Kraft“ ist mehr als ein Sachbuch: Es ist ein Akt der Selbstermächtigung. Yağmur Ekim Çay - taz - Literaturbeilage

Ein ungeheuer wichtiges Buch, das Schullektüre werden sollte. Dina Netz - Deutschlandfunk Kultur “Andruck”

Ein Lehrstück zur Unterschätzung rechter Gewalt und über die Stigmatisierung von Bevölkerungsgruppen. Robert Elstner - ekz.bibliotheksservice 

Aufklärend, erschütternd - 3sat Kulturzeit

Gamze mit etwa 5 Jahren 

mit ihrem Vater Mehmet.

Semiya mit 6 Jahren mit

ihrem Vater Enver.

"Dann geschahen die Morde - und nichts war mehr wie zuvor. Unsere bisherigen Leben gab es nicht mehr."

Semiya ist vierzehn Jahre alt, Gamze zwanzig, als ihre Väter vom NSU ermordet werden. Die beiden verbindet seitdem derselbe Schmerz. Die Polizei verdächtigt jahrelang die Familien, es wird schlecht geredet über sie, sie werden vorverurteilt, die Öffentlichkeit interessiert sich nicht für ihre Sicht. 

 

"Baba hat gern Witze gemacht. Wir waren wie Freunde." 

Gamze über ihren Vater.

 

Mehmet Kubaşık, der Vater von Gamze, wird am 4. April 2006 in seinem Kiosk in Dortmund erschossen.  

 

"Baba hat viel gelacht. Ich bin seine Prinzessin hat er manchmal gesagt." 

Semiya über ihren Vater.

 

Enver Şimşek, der Vater von Semiya, wird am 9. September 2000 in Nürnberg in seinem Blumentransporter niedergeschossen. Zwei Tage später stirbt er im Krankenhaus.

"Gemeinsam gegen das Vergessen."

Wir wollen mit euch ins Gespräch kommen. Wir wollen, dass ihr versteht, was uns passiert ist: Wie die Morde unsere Leben verändert haben, wie sich unser Blick auf Deutschland verändert hat. Wir erzählen auch, warum wir 25 Jahren nach dem Mord an Semiyas Vater immer noch um Aufklärung kämpfen müssen. Der NSU-Komplex ist nicht aufgeklärt. So viele Fragen sind noch offen. Wir kämpfen gegen das Vergessen, für eine Zukunft ohne Hass. Und wir hoffen dabei auch auf euch. Denn wir schaffen es nur gemeinsam. 

"Wir kommen auch an eure Schule."

Jugendliche fragen uns immer wieder: Warum wissen wir nichts vom NSU? Warum erfahren wir davon nichts in der Schule? Das wollen wir ändern. Wir kommen in Schulen, zu Initiativen, in Vereine. Nicht immer zusammen, Semiya lebt in der Türkei und kann nicht immer dabei sein. Christine ist aber oft dabei, mit ihr haben wir das Buch geschrieben, oder Ali, der uns schon lange begleitet. Bei unseren Besuchen könnt ihr uns Fragen stellen, wir versuchen alle zu beantworten. Und wenn doch welche offen bleiben, schickt uns einfach eine Mail.  

 

Bei Anfragen für Veranstaltungen oder bei Presseanfragen helfen auch Pia Menz und Alexandra Strohmeier vom Verlag gern weiter. Auf der Seite vom Verlag gibt es auch weiteres Material zum Buch und Unterrichtsmaterial. Und was uns auch sehr freut: Beim Argon-Verlag gibt es auch ein Hörbuch. Pegah Ferydoni, Aysima Ergün und Elisbeth Günther haben unsere Geschichte gelesen. 

 

Anfragen Veranstaltungen an Pia Menz: pia.menz@fischer-sauerlaender.de

Presse an Alexandra Strohmeier: alexandra.strohmeier@fischer-sauerlaender.de

Die nächsten Termine:  
25.02.
Rostock, Literaturhaus Rostock

27.02.

Leonberg, Frühjahrsempfang der SPD

10.03. - 12 Uhr 

Köln, lit.COLOGNE, www.litcologne.de

15.03. - 17 Uhr
Wiesloch, Palatin Kongresszentrum, Auftakt "Wochen gegen Rassismus"
17.03. - 18 Uhr 
Herten, Bürgerhaus in Herten
18.03. - 19:30 Uhr
Reutlingen, Haus der Jugend, "Internationale Wochen gegen Rassismus"
19.03. - 18 Uhr
München, Münchner Volkstheater
21.03. - 16 Uhr
Berlin, Berliner Landeszentrale für politische Bildung
23.03. - 19 Uhr
Selm, VHS Selm
Hamm, Heinrich-von-Kleist-Forum
24.03. - 18 Uhr
26.03. - 18 Uhr
Bonn, Stadthaus Bonn
Köln, Raum für Alle
01.04.

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